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Was für manche selbstverständlich ist, gibt es woanders gar nicht

Die von uns sehr geschätzten Unterstützer von One Spirit, die fortwährend bemüht sind, das Leben der Oglala Lakota zu verbessern, bilden eine Gruppe sehr unterschiedlicher aber empathischer Leute. Die meisten dieser Leute haben das Glück, unter modernen Umständen und zivilisiert leben zu können was auch bedeutet, dass viele Dinge für sie einfach selbstverständlich sind.

Sowohl dieser Lebensstil als auch reine Humanität sind der Grund dafür, dass sie spenden und zusammenarbeiten, um den Oglala Lakota, die nicht in diesen privilegierten Verhältnissen leben, dieselben Vorteile zu verschaffen.

Belieferung mit Holz

 

Das Leben auf der Pine Ridge Reservation ist hart. Das jährliche Durchschnittseinkommen liegt unter 4.000 $ und die Arbeitslosenquote bei nahezu 90%. Die Lebenserwartung ist die niedrigste in den gesamten USA. Schlechte Gesundheit und schlechte Ernährung sind allgegenwärtig, Drogen- und Alkoholmißbrauch sowie Selbstmorde von Teenagern liegen prozentual weit über den Durchschnittswerten der restlichen USA.

Daher hat One Spirit zunächst Hilfe im Bereich Lebensmittel geleistet. Dieser Teil unserer Arbeit wird für uns auch immer im Mittelpunkt stehen. In einer derartigen Umgebung kann man leicht Annehmlichkeiten, die uns zur Verfügung stehen, auf der Reservation aber gänzlich fehlen, übersehen.

Das führt uns zur ärmsten Gemeinde auf der Reservation nach Allen. Das Jugendzentrum, das wir eingerichtet haben, hat sich als großer Erfolg für die Jugendlichen und auch die ganze Gemeinde Allen herausgestellt. Hier werden verschiedene Programme angeboten wie z. B. Mahlzeiten für alle, künstlerische Tätigkeiten, Nähen, Betreuung der Kinder und Jugendlichen, Selbstmordprävention und vieles mehr. Unsere neue Direktorin, Jennifer Richards, arbeitet hart dafür, dass das Jugendzentrum stetig wächst und sie war uns in der Vergangenheit eine große Hilfe dabei, herauszufinden, was in Allen noch alles benötigt wird.  

Eine für die Leute von Allen wichtige Sache, über die uns Jennifer informiert hat, betrifft etwas, das wir als Teil modernen Lebens für selbstverständlich halten: das Wäschewaschen.

Beim Wäschewaschen

 

Ob jemand eine Waschmaschine und einen Trockner zu Hause hat oder einen Waschsalon in der Nachbarschaft: über saubere Kleidung zu verfügen ist für uns im 21. Jahrhundert selbstverständlich. Das ist in Allen ganz anders.

Außer dem Jugendzentrum hat Allen nicht viele öffentliche Einrichtungen: es gibt einen kleinen Laden, keinen Waschsalon, … Leute, die in Armut leben und sich keine Waschmaschine leisten können sind gezwungen, ihre Wäsche von Hand zu waschen und das unter Bedingungen, die alles andere als ideal sind. Dies ist sehr zeitaufwändig und führt nicht unbedingt zu guten Resultaten. Saubere Kleidung und saubere Bettwäsche tragen zum Selbstbewußtsein der Menschen bei und vermindern die Wahrscheinlichkeit von Krankheiten unter den gegebenen schlechten Wohnbedingungen.

Die Einwohner von Allen sind immer wieder ins Jugendzentrum gekommen und haben darum gebeten, unsere kleine Waschmaschine sowie den Trockner benutzen zu dürfen. Diese sind eigentlich nur für die im Jugendzentrum anfallende Wäsche gedacht und für eine Dauernutzung bzw. große Mengen an Wäsche gar nicht ausgelegt. Jeri Baker hat sich daher erkundigt, was der Betrieb eines Waschsalons kosten würde, wenn die Einrichtungskosten gedeckt sind.

Die Idee dahinter ist, auf dem Gelände des Jugendzentrums ein kleines Gebäude zu errichten, in dem es eine moderne Waschmaschine und einen Trockner gibt. Die Nutzungsgebühren, die wir aufgrund der geringen Einkommen in der Gemeinde so niedrig wie möglich ansetzen würden, sind für die Deckung der Betriebskosten gedacht.

Pilamaya - Vielen Dank


Der Unternehmer, den Jeri kontaktierte, nannte uns einen Richtpreis von 20.000 $

(ca. 18.200 €). Dieser gilt für ein festes Gebäude, das in der Lage ist, den harten Wintern auf Pine Ridge viele Jahre zu trotzen. Ein Teil der Einnahmen würde dafür genutzt werden, eine Rücklage für Reparaturen, sowohl der Geräte als auch des Gebäudes, zu bilden. Wir sprechen hier nicht von einem großen Gebäude, sondern nur von einem, in dem wir Waschmaschine und Trockner unterbringen können und auch noch etwas Platz für die Menschen ist, die warten, dass ihre Wäsche fertig wird.

Saubere Kleidung ist ein weiteres grundlegendes Bedürfnis, das wir für die Menschen in Allen erfüllen können. Es ist eine weitere Erfolgsgeschichte, die durch die Hilfe unserer tollen Sponsoren ermöglicht wird und die One Spirit dazu anhält, bei unserer Arbeit, die Situation der Oglala Lakota zu verbessern, immer weiter zu gehen.
Jetzt kommen Herbst und Winter auf uns zu und machen die Bedingungen auf der Reservation nicht leichter. Mit Ihrer Hilfe werden wir es schaffen, die Lakota gut über
diese zwei Jahreszeiten zu bringen!

Jim Devescraft
Freiwilliger

 

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